Der nordische Manager Goran Karlstrom spricht mit Evertiq über das jüngste China-Lockdown

Der nordische Manager Goran Karlstrom spricht mit Evertiq über die jüngste Abriegelung Chinas und ihre Auswirkungen auf die Lieferkette

Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Auch wenn es hier in Schweden weitergeht, sind die verarbeitende Industrie und der Güterverkehr durch neue chinesische Sperrungen aufgrund neuer Corona-Fälle hart getroffen worden.

Evertiq hat bereits über die Schließung von Shenzhen, China, aufgrund eines Vulkanausbruchs in der Stadt berichtet. Mit Ausnahme von sozialkritischen Funktionen wurde alles geschlossen, und gleichzeitig wurde der Reiseverkehr nach Shanghai durch gestrichene Busverbindungen eingeschränkt.

Goran Karlström
Mehrere große Elektronikhersteller und -dienstleister auf der ganzen Welt haben mit Verzögerungen gerechnet, da die Stadt ein wichtiger Zulieferer für die gesamte Elektronikindustrie ist. Wenn die Stadt und damit der gesamte Frachtverkehr wieder in Gang kommt, wird es zu weiteren Verzögerungen kommen, da die Häfen und Flughäfen unglaublich stark ausgelastet sind.

Jetzt ist auch Shanghai gesperrt worden. Diesmal wollen die örtlichen Behörden den internationalen Verkehr aufrechterhalten, aber Shanghai ist seit dem 28. März für mindestens zehn Tage geschlossen.

Evertiq wandte sich an Göran Karlström, Country Manager bei Fineline Nordic, der sich aktiv um die Bewältigung der logistischen Herausforderungen kümmerte.

F: Lieferverzögerungen und -unterbrechungen sowie Preiserhöhungen haben viele Branchen im Gefolge der Pandemie betroffen, auch unsere Branche. Wie hat Fineline als Lieferant daran gearbeitet, die Lieferungen zu sichern?
A: Wir führen einen klaren Dialog mit den Kunden, wenn sich etwas verzögert hat. Es ist möglich, das Dringendste zu priorisieren und so schnell wie möglich zu informieren. Viele Kunden haben ihre Bestellungen auch etwas früher als üblich mit Lieferung in unser Lager in Stockholm aufgegeben. Stattdessen wählt der Kunde die Lieferung aus dem Lager, wenn der Bedarf besteht. Auf der Versandseite haben wir einige verschiedene Lieferanten zur Auswahl, und wir erhalten standardmäßig einmal pro Woche Updates von unserem Büro in China. Gerade jetzt ist es wichtig, über den aktuellen Status informiert zu sein.
The absolute biggest difficulty according to Göran is planning something during an ongoing pandemic, you simply have to do the best with the information that is available right now. But again, the dialogue with the customer is the most important.

F: Jetzt, wo das Elektronikzentrum Shenzhen wieder geöffnet ist, werden die drei wichtigsten Containerhäfen der Stadt und die Luftfrachtrouten von Shenzhen und Hongkong stark überlastet sein. Wie lösen Sie diesen Nachholeffekt?
A: Ja, die Containerhäfen der Stadt sind überfüllt und die Zollkontrollen zwischen Shenzhen und Hongkong dauern 1-3 Tage. Dasselbe gilt für Expressgüter vom Flughafen Shenzhen - auch hier brauchen wir mehr Zeit. Wir entscheiden immer, was im Moment am besten ist, aber es ist und war für uns alle eine Störung", sagt Göran.
Er sagt, dass sie einen ständigen Dialog mit ihren Reedereien führen und dass es in den südlichen Teilen Chinas immer noch Unruhen gibt. Es ist auch schwierig zu sehen, wie es in Zukunft aussehen wird.

Man muss schon ein bisschen kreativ sein, wenn man das Puzzle zusammensetzt, indem man einfach mit zusätzlichen Flügen die Sendungen umdisponiert, zum Beispiel über Taiwan, Südkorea und Thailand, um so viele Waren wie möglich aus China und Hongkong herauszubekommen. Hier kann man allerdings mit ein paar zusätzlichen Tagen Vorlaufzeit rechnen, wenn die Waren über eine längere Strecke transportiert werden, sagt Göran.

F: Wie groß ist Ihrer Meinung nach der Anteil des Geschäfts, der aufgrund der Probleme, die in den letzten zwei Jahren sowohl in der Produktion als auch in der Logistik aufgetreten sind, auf reine Problemlösungen "umgestellt" wurde?
A: Zu einem großen Teil, vor allem Mitte 2021. Was sich am meisten ausgewirkt hat, sind Preiserhöhungen für den Transport und die Leiterplatten selbst. Beim Transport haben wir intern einige Kosten verursacht, um die Arbeit sowohl für uns als auch für den Kunden zu erleichtern, erklärt Göran und fährt fort.
- Ja, es entstehen zusätzliche Kosten für uns, aber wir glauben, dass diese Art der Unterstützung auf lange Sicht geschätzt wird. Sie wird unserem weiteren Wachstum zugute kommen. Der Versand ist immer noch teurer als früher, die Leiterplatten hatten ihren Anstieg Mitte 2021, sind aber seither stabil geblieben.

Die Originalfassung auf Schwedisch finden Sie hier

Interview von Dennis Dahlgren

Auf Linkedin teilen
Per E-Mail teilen

Wir sind hier, um zu helfen

Von der technischen Beratung bis zur Auswahl des richtigen Fertigungspartners für
- unsere Erfahrung und unser Fachwissen bieten Ihnen die richtige Lösung.

Nehmen Sie Kontakt auf und lassen Sie uns zusammenarbeiten.